Die Geschichte der Rixen Cableways GmbH

Für den Wasserskisport hat, durch die Erfindung der Rixen-Seilbahn und die Schaffung preiswerter künstlicher Seen, eine neue Epoche begonnen.

Wie alles begann..

Als sich in den späten 50er Jahren und Anfang der 60er Jahre der Tourismus rasant entwickelte, und der Wintersport einen immer größeren Anteil eroberte, war es naheliegend, auch das Wasserskilaufen an der Seilbahn zu ermöglichen. Allein in Deutschland wurden in dieser Zeit über 100 Schneeskilifte gebaut, wodurch der Winter-Tourismus erheblichen Aufschwung nahm. Mittlerweile gibt es allein in Europa ca. 13.000 Skilifte. Ohne diese Aufstiegshilfen hätte sich das Schneeskilaufen nie in einem solchen Umfang und zu einem derartigen Wirtschaftsfaktor entwickeln können.

Die Anforderungen der Wasserskiläufer an eine Seilbahn sind jedoch erheblich höher als die der Schneeskiläufer, die den Berg hinauftransportiert werden:

  • Anstatt einer Geschwindigkeit von 10 km/h fordert das internationale Reglement beim Wasserski bis zu 58 km/h
  • Statt einer Schleppkraft von 40 kg muß die Wasserski-Seilbahn 200 kg verkraften
  • Die Zugkraft quer zum Seil ist mehr als 10x größer als bei jedem Skilift

Diese Anforderungen sind von der Seilbahn-Industrie trotz Investitionen in Millionenhöhe nicht bewältigt worden. Allerdings wäre es mit der Lösung dieser drei Probleme ohnehin nicht getan gewesen, denn es galt zusätzliche Aufgaben zu lösen, zum Beispiel:

  • weitere Läufer bei voller Geschwindigkeit an das mit bis zu 58 km/h umlaufende Seil anzukuppeln ohne die Bahn stoppen zu müssen
  • eine Strecke von 310 m ohne Zwischenstütze zu überspannen, damit der Slalomkurs Platz hat
  • eine Lösung zu finden, damit bei 58 km/h Seilgeschwindigkeit eine schlagartige 90°-Umlenkung gefahren werden kann

Hinzu kamen zahlreiche technische Detailfragen, deren Lösung unerlässlich waren und von Bruno Rixen gelöst wurden.

Der erste Antriebsmotor eines Prototypen
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Die geniale Idee nimmt Form an - um 1965
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